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Im schweizerischen Klima liefert der Chasselas fruchtige, aromenreiche Weine in einer breiten Gehaltspalette; von leichten, süffigen Typen bis Crus mit kräftigem, alkoholbestimmtem Charakter, etwa bei gewissen Fendants sowie Weinen aus den Appellationen Dézaley, Mont-sur-Rolle oder Yvorne. Die Qualitäten des Chasselas konzentrieren sich – bestimmt durch Reifegrad und Terroir – in den Fermentations- oder Sekundär- sowie den Tertiäraromen. Die Berücksichtigung des Terroirs bei der Vinifikation ist von erstrangiger Bedeutung.
Die Chasselas- oder Gutedelrebe ist leicht zu erkennen: der Knospenaustrieb ist kupfrig, die Ranken und schlafenden Augen sind stark entwickelt, die Trauben mittelgross bis gross und kompakt, die Beeren rund, gelblichgrün, auf der Sonnenseite schnell einmal golden bis bräunlich verfärbend. Sie ist frühreif (1. Reifeepoche) und dient damit als Vergleichsgrundlage für die Reife der anderen Rebsorten. Der durchschnittliche Erntezeitpunkt liegt in der Westschweiz zwischen Mitte September und Mitte Oktober.
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Je nach Region ergibt der Chasselas fruchtige, blumige, terroirgeprägte und leicht süsse Weine. In den grossen Jahrgängen entfalten sich nach fünf bis zehn Jahren Lagerung Honigaromen sowie nussige Noten, und der Wein gewinnt eine beendruckend geschmeidige, körperreiche Textur.
Ein Aperitivwein weckt das Verlangen, ohne es je zu befriedigen.
Diese Definition passt vortrefflich für den Chasselas. Er ist also ein vorzüglicher Apérowein, eignet sich aber auch bestens als Begleiter zu verschiedenen Gerichten. In der Westschweiz etwas anderes als einen Chasselas bzw. Fendant zu einem Fondue oder einer Raclette, zu einem Vacherin Mont-d'Or oder zu Fischen – Eglifilets, Forellen, Hechte – aus den Seen und Flüssen zu trinken ist fast undenkbar. |

Im Glas funkelt der Chasselas je
nach Herkunft grünlich- bis strohgelb. - Féchy
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MONDIAL DU CHASSELAS
Ein ausserordentlicher Wettbewerb für eine einzigartige Rebsorte.
Ein Verein Begeisterter im Dienste des Gutedels.
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Freitag, 6. Juli 2012: Preisverteilung im Schloss Aigle (auf Einladung)
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Samstag, 7. Juli 2012: Öffentliches Fest
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ALTE JAHRGÄNGE UND EINE SPEZIELLE CHASSELAS-KARAFFE
TREFFEN SICH BEI Clos, Domaines & Châteaux
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[Ein Paar, das füreinander bestimmt ist...]
Das wird augenfällig, wenn man in dieser von einigen passionierten Chasselas-Fans modern gestylte Karaffe die Grands Crus der Association Clos, Domaines & Châteaux kombiniert, die Spitzenweine einer Vereinigung, die sich bekanntlich der Pflege des Waadtländer Weinbauerbes verschrieben hat.
Alles begann 1998, als sich zwei Vertreter der Weinbranche trafen, der Händler Walter Linherr und der Winzer Henri Chollet. Beiden mangelt es nie an Ideen, wenn es darum geht, den Chasselas ins rechte Licht zu rücken. 2010 wandten sich André Linherr, der Sohn von Walter, der Önologe Claude Jaccard und Henri Chollet an den talentierten Glasbläser Yann Oulevay in Yverdon. So wurde die «Carafe à Chasselas et autres vins blancs» geboren.
[Grossartiger Chasselas]
Dieses einzigartige, mundgeblasene Objekt der Handwerkskunst ist in erster Linie dazu bestimmt, den Chasselas. dessen Lagerqualitäten häufig verkannt werden, als lebendigen Schatz aufzuwerten.
Den Wein im allgemeinen fördern und den Chasselas, diese prachtvolle alte einheimische Sorte, im besonderen? Für die Association Clos, Domaines & Châteaux, deren Mitglieder auf traditionelle Art und Weise Chasselasweine erzeugen, reichte dies als Motiviation, um sich an dem Abenteuer zu beteiligen. |
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Seit der Gründung dieser Vereinigung im Jahr 2004 haben die Mitglieder (letzten März waren es 25) sich mit allen Kräften für ihr Terroir, die Reben und die Grands Crus eingesetzt, denen sie verpflichtet sind. Dabei wenden sie ein Reglement an, das strenger ist als dasjenige der gesetzlichen Appellation d’Origine contrôlée, AOC (zu deutsch: kontrollierte Ursprungsbezeichnung, KUB). Die Weingüter der Clos, Domaines & Châteauxverpflichten sich, diese rigorosen Vorschriften bezüglich Umwelt sowie Ertragsmenge und Qualität des eingekellerten Traubenguts zu befolgen. Im Gegenzug können sie die so klassierten Weine mit der berühmten rot-silbernen Banderole als Erkennungszeichen für Liebhaber von Qualitätsweinen schmücken.
[Ästhetik und Savoir-faire]
Diese Weinfreunde werden die ungefähr siebzig Grands Crus der Association, allesamt authentische Terroir-Weine, zweifellos mit doppeltem Vergnügen degustieren, wenn sie aus der prächtigen Karaffe für Chasselas und andere Weissweine kredenzt werden. Obwohl die hauptsächliche Funktion der Karaffe darin besteht, alte Jahrgänge optimal zur Geltung zu bringen – wozu einerseits ihre besondere Form beiträgt, dank der sich der Wein entfaltet, vor allem aber der auf den Hals gesetzte Karaffiertrichter, der die Flüssigkeit behutsam den Wänden der Karaffe entlangfliessen lässt –, wirkt sich dieses Schmuckstück auch auf einen Grand Cru des Jahrgangs 2009 vorteilhaft aus.
Die Karaffe hat aber vor allem auch einen grossen Nutzwert. Sie ist einerseits für das 75-cl-, andererseits für das traditionelle Waadtländer 70-cl-Mass gradiert, und ihre besondere Form verhindert, dass sich die natürliche Kohlensäure verflüchtigt, die zu zu den besonderen Qualitäten des Chasselas gehört.
Der Chasselas oder Gutedel ist eine wertvolle Rebsorte, die grossartige Weine hervorbringt. Sie schmecken bekanntlich schon jung vorzüglich, erweisen sich aber oft auch als gute Lagerweine. Damit verdient die Chasselastraube eindeutig diese originelle Karaffe und die grosse Aufmerksamkeit, die ihr die Winzer und Önologen der Vereinigung Clos, Domaines & Châteaux schenken.
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